Methode der Personenorientierten Maltherapie und des Begleiteten Malens

Die Personenorientierte Maltherapie ist eine kunsttherapeutische Methode. Sie stützt sich auf das ganzheitlich-humanistische Menschenbild und richtet sich nach den Grundsätzen der personenzentrierten Psychotherapie und der Gestalttherapie.

Kunsttherapeutische Mittel werden eingesetzt, um Menschen in Krankheits- und Krisensituationen sowie in Veränderungsprozessen zu begleiten und unterstützen.

Die maltherapeutische Arbeit findet während dem Malen statt. Das Malen und gezielte Interventionen des Maltherapeuten können neue Erkenntnisse, Einsichten und Gefühle hervorrufen.

Die Methode wird in pädagogischen, psychosozialen, geriatrischen, soziokulturellen und psychohygienischen Bereichen angewendet. Sie:

  • unterstützt persönliche Entwicklungsprozesse
  • aktiviert Selbstheilungskräfte
  • fördert die innere und äussere Wahrnehmung
  • erweitert das Bewusstsein, indem sie Gedanken und Gefühle klärt
  • stärkt die eigenen Ressourcen und Qualitäten
  • weckt und fördert die Kreativität und Persönlichkeit
  • hilft in Lebenskrisen (Lebensgestaltung, Verlust, Beziehungskonflikte, Sexuelle Gewalt etc.)
  • unterstützt bei symptomatischen Anliegen wie Stress, Angst, Depressionen
  • hilft bei Krankheitsbildern wie ADHS, Autismus-Spektrums-Störung, Magersucht

Begleitetes Malen mit Kindern

Ein Malspiel, bei dem wir die innere Natur des Kindes respektieren. Das Kind fühlt sich frei, greift nach seinen eigenen Quellen – und das alles in einer Atmosphäre der Sicherheit. Es gibt kein Beurteilen und kein Vergleichen. Ich begleite die Kinder im Prozess, beobachte, unterstütze, wenn sie es brauchen. Ich greife nicht in das Bild ein. Gemalt wird an der Wand mit handgefertigten Pinseln und hochwertigen Gouache-Farben auf Papier im Format 50 × 70cm.

Regelmässiges Malen:

  • weckt und stärkt schöpferische Freude
  • stärkt das Selbstwertgefühl
  • fördert das Durchhaltevermögen
  • erhöht die Toleranz für Stress und Frustration
  • verbessert die Konzentration
  • erlaubt es, sich nonverbal auszudrücken
  • hilft, Konflikte und Probleme zu lösen
  • verbessert die Fähigkeit, Emotionen zu fühlen und zu verstehen
  • löst Blockaden und Hemmungen im Selbstausdruck

Artikel zum Thema:
Viel gelobte Kinder können nicht mehr frei malen, Ellen Girod, Mamablog/Zürcher Tagesanzeiger, 9. August 2018

Literatur:
Bettina Egger, Urs Hartmann: Personenorientierte Maltherapie, Hogrefe Verlagsgruppe